Love in the age of postponed democracy, the critical crisisWas kann Liebe heute (nicht mehr)?
25. Mai – 30. Mai, Behavior Workshop for Idiots
31. Mai, Sonntag, 17 Uhr, Eröffnung der Ausstellung
10. Juni, Mittwoch, 18 Uhr, Führung durch die Ausstellung
3. Juni – 5. Juli, Ausstellungsdauer
Judith Albert, Benoît Bourreau, Joost Conijn, Stuart Croft, Antje Engelmann, Claudia del Fierro, Maya Galluzzi, Bettina Grossenbacher, Per Hüttner, Roland Iselin, Mary Kelly, Laura Kuch, Nathalie Oesterreicher, Maria Jose Rojas, Lars von Trier, Petra Zumbach.
In Co-Kuration mit den Teilnehmer/innen des "Behavior Workshop for Idiots".
Die Ausstellung Love in the age of postponed democracy, the critical crisis nimmt sich der Thematik der Liebe an und versucht sie in einen sozialkritischen und kulturellen Kontext zu setzen.
Die Auswahl der Werke beschreibt eine grosse Bandbreite von Schweizer und internationalen Video- und Fotoarbeiten, welche die Liebe weniger als romantisches Ideal verstehen denn als ein möglicher Gegenentwurf zur kapitalistischen, demokratischen Tauschgesellschaft (geben, anstatt nehmen und geben).
Während einige Werke, das Scheitern des uralten Ideals (der Illusion) des gesellschaftlichen Konzepts der Liebe und der Partnerschaft aufzeigen wollen, sind andere Arbeiten daran interessiert, so etwas wie eine Geschichte der Liebe oder ihrer Wandelbarkeit zur Darstellung zu bringen. Eine weitere Gruppe beschäftigt sich mit historischen Ereignissen, welche revolutionäre oder politisch neue Ideen hinsichtlich des Individuums und damit auch der interpersonellen Beziehungen zum Inhalt haben – wie zum Beispiel die Idee der Gleichberechtigung von Frau und Mann.
Ein Grossteil der gezeigten Videoarbeiten wird von einer Gruppe von acht internationalen Kulturschaffenden bestimmt, die sich eine Woche vor der Eröffnung in Luzern zu einem Behavior Workshop for Idiots einfinden. Eine Auswahl an Schweizer Arbeiten so wie die Videoarbeit der amerikanischen Konzeptkünstlerin Mary Kelly, WLM Demo Remix, 2008, nimmt die Kunsthalle vor.
Workshop (geschlossene Veranstaltung) Der Behavior Workshop for Idiots widmet erstens sich der Problematik der individuellen Sprachfähigkeit im Sinne der persönlichen, politischen Stellungnahme: Wer ist heute noch kritikfähig? Wer darf in einer international weitgehend genormten Kunstwelt noch sein Idiom sprechen: wer kann es sich also heute noch leisten, ein „Idiot“ zu sein, politisch unverträglich und privat? Dabei zentral sind die kulturell unterschiedlichen Erfahrungen und Limitierungen im alten und sich neu formierenden Europa.
Eingeladen sind internationale Kulturschaffende aus dem neuen und alten Europa: Yane Calovski und Hristina Ivanoska, Press-to-exit, Skopje; Albert Heta, Stacion, Kosovo; Per Hüttner, Universität Linköping, Schweden/Paris; Sixten Kai Nielsen und Martin Rosengaard, Wooloo Productions, Kopenhagen; Fatos Ustek, Türkei/London; Mari Brellochs, GfKFB, network for artistic research.
Die Teilnehmer/innen werden während des ganzen Workshops in der Kunsthalle hausen und damit ein siebentägiges Sleep-in praktizieren.
Albert Heta zeigt im Vorfeld zum Workshop „The best artwork on the wall is the destruction of the wall“ (Rafah, Palestine, 23 Jan, 2008)“ an öffentlichen Orten in der Stadt Luzern.
Die Ausstellung wie auch der Workshop werden im Rahmen des Jahresthemas 2009 „Regeln und Auslassungen“ der Kunsthalle Luzern realisiert.
Zu den Künstler/innen, den Werken und den Workshop-Teilnehmer/innen lesen Sie bitte mehr in der
Pressemappe.
Sponsoren: Kilchenmann, Zürich, Basel und Bern,
Bild + Ton AG, Ebikon, www.swissflirt.ch. Swiss Culture Programme. Unterstützt durch Freunde der TECHS FOR LOVE-Aktion der Kunsthalle Luzern: Kunstmuseum Luzern, Kunsthalle St. Gallen, Museum Nidwalden, migros museum, Zürich.
Das Jahresprogramm 2009 unterstützt der FUKA FONDS.